[doch doch]

du drehst dich | bewegst dich | in deiner welt | die du dir sauber | sorgfältig zurecht gemacht hast | deine kleine welt | voll mit penibel aufgehängten | frisch gewaschenen weißen höschen | mit dem fast durchgescheuerten fussboden | voll mit deinen lehrbüchern | die nase ganz tief drin | leer mit menschen | deine kleine | heile | scheine welt | ganz wie sie dir gefällt | mit schubladen und fächern | in die du alles aufräumen kannst | deine welt lässt keinen platz | nur für dich und einen | den es so doch gar nicht gibt | einem | von dem du sagst | er liebt | dich | irren kannst du dich nicht | irren ist dir fremd | jedenfalls seit damals | und dieses damals| ist dir zwar passiert | aber hey | das geschieht | und dieses damals gehört zwar zu deinem leben | aber nicht zu deiner welt | die dir | ohne dieses damals | so viel besser gefällt | es sind die menschen | über die du herablassend sprichst | zu denen du nicht gehören willst | doch doch sie sind wie du | und im grunde lässt dir das keine ruh | du lässt das nicht zu | dass jemand deine frischen weißen höschen von der leine nehmen könnte | und oh schreck | vielleicht müsstest du die welt erblicken | und ein bisschen dreck | denn in der welt | in der ich lebe | in der wir leben | da ist nicht alles frisch gewaschen und geputzt | da ist nicht alles einzuordnen | da gibt es etwas wie schmutz | da gibt es nicht vor allem schutz | doch deine welt | die steht und fällt | mit deinen gedanken | deinen neurosen | deinen  prognosen | deinen diagnosen | alles ist zu analysieren | und auch den dreck | den kann man einfach weg- | analysieren | und dann kann man mit all den analysen | die wände in einem strahlend weißen raum verzieren | und ganz schnell und beinah mühelos | ist die welt wieder so | wie sie dir gefällt | doch dann kam ich | welch ein held | und wollte deine welt | ein bisschen mehr so machen | wie die welt | auch wenn diese welt | dir vielleicht nicht so gut gefällt | es ist die welt in der man leben sollte | aus deren schubladen nicht alles plötzlich rausfallen könnte | weil sie keine schränke hat | aber sie hat auch keine schranken | keine grenzen | keine wäscheleinen | kein geländer | an dem du dich entlanghangeln kannst | hier kann man nicht jeden menschen in einen beschrifteten spint stecken | soll er doch drin verrecken | hier kann man nicht jede kleinigkeit bis ins kleinste | bis ins unsichtbarste | bis ins auflösliche analysieren | manches ist einfach da und existiert | mal still | mal laut | und jede noch so vorsichtige andeutung | kritik | jeder noch so sachte kick in diese welt | die dir nicht gefällt | wird niedergeschmettert | niedergeschmettert mit einem doch doch | so ist das noch | das ist noch so |wie du es dir ausdenkst | alle vorgänge sind noch so | wie du sie lenkst | Doch doch und nein | du brauchst doch keinen gott | den spielst du selbst | und wehe dem | der sich dir und deinem lenkrad in den weg stellt | der wird knallhart überfahren

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