[szenenspiel]

Gegenüber von mir, sitzt du jetzt. Dann schließe ich die schwere Holztür hinter mir und denke daran, wie du da sitzt, und mit deinen Fingern neue Strähnen in deine Haare ritzt. Und ich laufe durch meine Straße und sehe auf das Nasse, das da auf dem Boden glitzert und dein Gesicht in Wassertropfen um sich spritzt. Die nächste Tür öffnet sich und da sehe ich dich. Diese Augen möchte ich dir gerne rauben. Dein Gesicht erinnert mich immer an ihn, und ist ihm doch so schrecklich fern, wie auch mir. Ich sitze hier, und sehe mir das Bild an. In deiner Hand, eine Zigarette nach der anderen. Dein Mund geht auf und Worte spuckst du über dein Blatt. Manche Worte machen dich matt. Andere wieder sind vorwurfsvoll und stark. Ich fühle mich angesprochen, unbeabsichtigt. Aber gehen kann ich nicht. Du sitzt da und blätterst, schließt deine Augen einfach nicht. Und du lachst, und hast keine Ahnung was du damit mit mir machst. Ich sehe aus dem Fenster, in die Fensterscheibe, und muss zusehen, wie ich da bleibe, in demselben Raum. Worte und Lichter fliegen durch die Luft. Zigaretten und Wein werden mit geworfen. Ich finde dich nicht schön, aber du bist schön anzusehen. Ich taste nach weiteren Zigaretten, schütte mehr Wein in mich hinein. Lass es sein, lass es sein. Denke ich mir und lasse es aber nicht bleiben. Ich höre dich noch lachen und sprechen, und mir fällt ein, dass ich es vielleicht einfach genieße, von dir fasziniert zu sein…

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