[In den herzblutroten Zahlen]

Es ist frisch, ganz frisch und blu­tig. Du warst mu­tig, sehr mu­tig, mir das an­zu­tun.

Ich will dich schla­gen, dir das sa­gen, was in mir laut auf­sch­reit. Ich will dir die Brust auf­schnei­den, dir dein herz­lo­ses Herz raus­rei­ßen. Dich raus­sch­mei­ßen aus mei­nem Le­ben, aus mei­nem Kopf, aus mei­nem Herz. Nur Sch­merz, Sch­merz, der ist es, der nicht so sch­nell geht. War­te­sch­lei­fe, War­te­sch­lei­fe, war­te nur bis ich’s dir zei­ge. Du stellst mich hin­ten an, hast schon die nächs­te dran. Die aber wird mit mir ver­g­li­chen, mit mir, die hin­ten steht, ganz hin­ten, auf dem ers­ten Platz. Mein Schatz, mein Schatz, ich lie­be dich. Wie dreist du bist. Gan­ze Jah­re ha­ben sich in mir auf­ge­staut, in mir al­les auf­ge­raut, mir je­de an­de­re Chan­ce ge­raubt. Ich ha­be sie mir rau­ben las­sen, woll­te kei­ne Chan­ce ver­pas­sen, doch vi­el­leicht end­lich mal ei­ne Chan­ce mit dir zu be­kom­men. Du hast sie mir ge­nom­men, im­mer und im­mer wie­der. Jetzt bin ich ru­hig in mir und weiß nichts mehr. Al­les Wis­sen über dich, über uns, und über mich, ist mir in ein, zwei Sät­zen ent­schwun­den. Stun­den um Stun­den sind ver­gan­gen seit die­sen Sät­zen, die sich durch mei­nen Geist wäl­zen, mich mit glim­men­der Wut ve­rät­zen, bis ein­fach nur Trau­er bleibt. Du hast ent­schie­den mich zu be­stra­fen, mich zu be­stra­fen für ei­nen ein­zi­gen Satz. Vor­her noch Schatz, wur­de ich zur Ziel­schei­be dei­ner ge­ziel­ten Igno­ranz. Dei­ne Stra­fe für mich ist die An­de­re. Mit der du nicht völ­lig glück­lich bist. Um mir das Herz auf­zu­rit­zen ist sie gut. Dich zu be­frie­di­gen, in Si­cher­heit zu wä­gen, dei­ne Feig­heit aus­zu­tra­gen, da­für ist sie gut. Aber ich bin im­mer noch das Höchs­te, das du je ge­trof­fen hast. Und du, du bist ei­ne Last, für mein ar­mes Herz. Der Sch­merz, der war ge­nug, nein, der ist zu viel. Du warst auf dem Null­punkt, bis du mich lieb­test, und nun wie­der fielst, in die ro­ten Zah­len, in mei­nem Herz. Das Spiel ist zu En­de, du hast es ver­spielt. Es gibt kei­nen Kre­dit auf die­sen Sch­merz. Es gibt kei­nen Preis für mein Herz.

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